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Die körperliche Anstrengung bei einem Marathon ist nicht zu unterschätzen. Vor allem, wenn man nicht ausreichend vorbereitet ist.

14000 Läufer werden am 28. Mai beim ING Night Marathon am Start sein. Darunter zahlreiche Profis, aber auch viele Teilnehmer, die zum ersten Mal die Distanz von 42,2 Kilometern laufen. Einige bereiten sich auf dieses Event schon seit langem vor, andere dafür umso weniger.

„Es ist leider manchmal so, dass Leute mitlaufen, nur weil sie gewettet haben“, sagt Professor Daniel Theisen, Leiter des sportmedizinischen Forschungslabors am Luxemburg Institute of Health (LIH). Und das räche sich dann meist während des Marathons.

Um an einem solchen Wettkampf als ungeübter Läufer teilzunehmen, seien ein paar Monate Training viel zu wenig, so Theisen, der selbst schon mitgelaufen ist. „Ein Jahr sollte man sich als Nichtläufer darauf mindestens vorbereiten“, sagt er. „Und man sollte im Training auch wenigstens ein Mal 30 bis 35 Kilometer gelaufen sein.“ Schließlich gehe es nicht darum, den Marathon irgendwie zu überleben, sondern darum, möglichst ohne Verletzungen am Ziel anzukommen.

Füße schlagen 20000 Mal am Stück auf den Asphalt

Selbstverständlich ist das nicht. Denn ein Marathon ist eine Belastungsprobe für den gesamten Organismus. „Wenn die Füße  20000 Mal am Stück auf den Asphalt schlagen, dann ist das schon hart für das muskuloskeletale System“, sagt Theisen. Und entsprechend hoch ist deshalb auch die Verletzungsgefahr.

Das ist auch ein Grund, warum mit der Vorbereitung eines Marathons möglichst früh angefangen werden sollte. Denn der Körper muss auf die Belastungen vorbereitet werden. „Verletzungen wie beispielsweise an der Achillessehne kommen im Training oft vor“, erklärt der Forscher. Weitere Folgen eines unangepassten Trainings können Ermüdungsbrüche im Fuß, Beschwerden in der Hüftmuskulatur oder aber das Tractus Syndrom, auch Läuferknie genannt, sein. Letzteres macht sich dadurch bemerkbar, dass die Schmerzen imKnie immer stärker werden, sodass das Laufen dann irgendwann abgebrochen werden muss.

Unerfahrene Läufer missachten oft die Gefahrensignale des Körpers

„Manche hören nur auf ihren Trainingscomputer am Handgelenk, aber nicht auf den eigenen Körper“, meint auch Theisens Kollege Eric Besenius. Unerfahrene Läufer seien oft nicht in der Lage, die Gefahrensignale des Körpers zu erkennen, um darauf entsprechend zu reagieren, so Besenius. Wichtig seien deshalb neben der richtigen Ernährung auch die Erholungsphasen zwischen den Trainingseinheiten.

Doch es sind nicht nur Knochen, Gelenke und Sehnen, die stark beansprucht werden, sondern auch das Herzkreislauf-System. „Allein der Herzmuskel muss sich pro Minute 140 bis 160 Mal zusammenziehen und das in den meisten Fällen mehr als vier Stunden lang“, sagt Theisen. Er empfiehlt deshalb – vor allem, wenn man älter als 40 ist – sich vor Trainingsbeginn von einem Arzt beziehungsweise Kardiologen checken zu lassen.

Plötzliche kardiale Ereignisse bei Sportlern werden in Datenbank gesammelt

Dass Läufer während eines Marathons einen Herzinfarkt erleiden, kommt glücklicherweise sehr selten vor. Dennoch gab es durchaus auch schon Fälle, in denen es zu einem Herzstillstand mit Todesfolge kam.

Um die Ursachen dieser kardialen Ereignisse zu erforschen, wurde in Luxemburg inzwischen die Datenbank cardiac-event-sport.lu eingerichtet, bei der Sportler sportbezogene Herzzwischenfälle melden können. Hit Hilfe dieser freiwilligen Daten sollen geeignete Strategien zur Risikominimierung  erarbeitet werden.

Autor: Uwe Hentschel
Foto: Uwe Hentschel

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Sportverletzungen machen einem oft das Leben schwer. Mit ihrer Cycle for science Tour werben internationale Sportmediziner für Möglichkeiten der Prävention.

900 Kilometer mit acht Stationen in fünf Ländern: Die Cycle for Science Tour ist für die Teilnehmer ein strammes Programm, wie sich bereits am Ende der dritten Etappe bei der Ankunft in Luxemburg zeigt. Völlig durchnässt und verfroren kommen die Radfahrer am Nachmittag im Hotel an. Kein gelbes Trikot, keine jubelnden Fans entlang der Strecke, kein Preisgeld. Wofür also die ganzen Strapazen?

„Wir haben gedacht, wir müssen etwas machen, um auf die Sportverletzungen aufmerksam zu machen“, sagt Romain Seil. Der Facharzt für Orthopädie am Centre Hospitalier de Luxembourg (CHL) ist Vizepräsident der European Society of Sports Traumatology, Knee Surgery and Arthroscopy (ESSKA). Und die ESSKA ist in Europa die repräsentativste, medizinische Fachgesellschaft auf dem Gebiet der Sportverletzungen.

Zwischen den einzelnen Etappen Symposien mit Fachvorträgen

2014 hat die ESSKA ihren letzten Kongress in Amsterdam veranstaltet, in diesem Jahr findet der Kongress in Barcelona statt. Und im Rahmen der Cycle for Science Tour soll der „Kongress-Zepter“ von Amsterdam nach Barcelona gebracht werden. Viele Kollegen des Luxemburger Orthopäden radeln mit. Fachärzte und Forscher aus ganz Europa, aber auch aus den USA oder China.

Romain Seil selbst jedoch sitzt nicht im Sattel. Er organsiert das Symposium, das am Ende des dritten Etappentags in Luxemburg veranstaltet wird. Insgesamt werden im Rahmen der Radtour, bei der die Teilnehmer einen Teil der Distanz zwischen Amsterdam und Barcelona auch mit dem Bus zurücklegen, vier Symposien veranstaltet.

Professionalisierung im Jugendsportbereich hat gravierende Folgen

Einer der Fachvorträge des Symposiums in Luxemburg befasst sich mit der Prävention von Arthrose, ein anderer mit Meniskusverletzungen und ein weiterer mit der Schulter von Athleten. Wie gefährdet der Schulterbereich ist, weiß Fränck Schleck nur zu gut. Der Radprofi, der genau wie sein Bruder Andy Schirmherr der Aktion ist, hat sich nämlich nur wenige Tage zuvor bei einem Sturz mit dem Rennrad das Schlüsselbein gebrochen.

Radfahren kann zu schweren Verletzungen führen. Die meisten Sportverletzungen, mit denen Seil konfrontiert wird, sind jedoch Folgen von Skiunfällen oder aber hängen mit Mannschaftssportarten wie Fußball, Handball oder Basketball zusammen.

„Wir haben insbesondere bei jungen Menschen eine hohe Verletzungsrate, was vor allem mit der zunehmenden Professionalisierung im Jugendsportbereich zusammenhängt“, erklärt der Orthopäde. Und das habe gravierende Folgen: „Wer mit 20 einen Kreuzbandriss hat, bekommt oft schon mit 40 Arthrose und muss sich damit dann den Rest seines Lebens plagen.“

Bewegungsabläufe erforschen, um Verletzungen zu vermeiden

Ziel von ESSKA sei es deshalb diesen Verletzungen vorzubeugen. „Wir forschen daran, zu verstehen, wie solche Verletzungen entstehen“, erklärt er. „Wenn wir die Bewegungsabläufe der Sportler kennen, dann sind wir in der Lage bis zu 50 Prozent der Kreuzbandverletzungen zu verhindern“, ist Seil überzeugt.

Mit der Prävention von Knieverletzungen befasst sich auch der beim Symposium in Luxemburg ebenfalls anwesende Gruppenleiter des Labors für Sportmedizin am Luxembourg Institute of Health (LIH), Daniel Theisen. In mehreren Studien hat das Labor beispielsweise untersucht, inwieweit unterschiedliche Eigenschaften von Laufschuhen die Bewegung des Läufers, also dessen Biomechanik, beeinflussen und dabei gegebenenfalls Kniebeschwerden verstärken oder aber reduzieren.

Überlastungsbeschwerden im Knie oder im Rücken können natürlich auch beim Radfahren auftreten, sagt Theisen. „Radsport ist aber insofern besser, weil man dabei das eigene Körpergewicht nicht trägt und man deshalb auch nicht so hohen Impaktkräften wie beim Laufen ausgesetzt ist.“ Ein gewisses Verletzungsrisiko bestehe natürlich auch bei der Cycle for Science Tour, räumt der Sportmediziner ein.

Auf dem YouTube Kanal von Cycle for Science gibt es ebenfalls ein Video der Tour.

Autor: Uwe Hentschel
Foto: Uwe Hentschel

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The Sports Medicine Research Laboratory at LIH’s Department of Population Health, in collaboration with the Movement Sciences Department at Decathlon, France, conducted a study on the impact of running shoe type and foot morphology on injury risk in recreational runners. It was published in January 2016 in the British Journal of Sports Medicine (IF 5.03), the highest-ranking journal in the field of sports medicine, and revealed interesting novel findings for both the scientific and the running community.

The randomised controlled trial enrolled a cohort of 372 leisure-time runners who reported their running activities and related injuries during a period of six months on an online platform (www.tipps.lu). Participants were given either standard running shoes or footwear with motion control features, designed to limit pronation movement, which is the inward roll of the foot during running. The motion control shoes were characterised by a thermoplastic polymer structure located at the medial part of the midfoot and a dual-density midsole composed of elastomeric polymer located at the forefoot. Apart from these features, the two versions were identical.

‘We found that the use of motion control shoes was associated with an overall lower injury risk compared to standard shoes’, states Dr Laurent Malisoux, project leader and first author of the publication. In a secondary deeper analysis of the data, participants were divided into different categories according to their foot posture. It can be qualified either as neutral, as supinated, when the ankles lean outwards, or as pronated, when the ankles lean inwards. ‘When discriminating between the different postures, we observed that the effect was true only for runners with pronated feet’, he explains. ‘The rate at which the injuries occurred to runners with pronated feet was decreased by more than half in the motion control shoe group when compared to the standard shoe group.’

Several studies were already conducted on motion control shoes with different experimental set-ups. ‘Ours is the very first to compare shoe models with and without motion control system in regular recreational runners’, tells Dr Malisoux. ‘Our results may advise runners with pronated feet to try shoes with motion control technology. However one should keep in mind that the study results cannot be generalised to all shoe brands and models. More extensive research is needed to confirm the observed benefit of motion control shoes, as well as to identify the mechanisms involved in the injuries’, he adds.

Link to publication: http://bjsm.bmj.com/content/early/2016/01/08/bjsports-2015-095031.full 

 

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Wéi een duerch déi richteg Fett-Ernährung ofhuele kann a wéi een trainéiere muss, wann ee méiglechst vill Fett verbrenne wëll.

Mat wéi engem Training verbrennt een am meeschte Fett? Wéi eng Fetter si gesond, wéi eng ongesond? Mat wéi engem Uelech däerf ee broden, mat wéi engem léiwer net? Wéi kann een duerch eng Fett-Ernährung Gewiicht verléieren?

Op all dës Froe kritt der am Pisa eng Äntwert ...

PISA: Äddi Speck, mee wéi?

Mat wéi engem Training verbrennt een am meeschte Fett?

 

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Gesunde Ernährung ist für Sportler besonders wichtig: Auf das Timing und die Menge kommt es an

Die Ernährungsexpertin von BMC, Judith Haudum, rät zu natürlichen Produkten