RRI4 - Abschluss der Rekrutierungsphase

Das sportmedizinische Forschungslabor (LIH) startete eine neue große Studie zum Thema Laufsport. Diese Studie ist die Erste, welche gleichzeitig die Lauftechnik und das Verletzungsrisiko bei einer Kohorte von über 800 Läufern untersucht! Hierbei handelt es sich um eine der größten Gruppen von Läufern, welche über einen mehrmonatigen Zeitraum beobachtet werden. Ziel der Studie ist die Identifizierung des Einflusses der Dämpfungseigenschaften der Laufschuhe, des Körpergewichtes, sowie der Lauftechnik auf das Verletzungsrisiko.

Die Rekrutierungsphase ist nun abgeschlossen. Über 870 Teilnehmer wurden in die Studie aufgenommen. Die zuletzt aufgenommenen Teilnehmer werden die Studie Ende Juli 2018 abschließen. Die Ergebnisse der Studie werden gegen Ende des Jahres 2018 auf dieser Seite verfügbar gemacht.
In Zusammenarbeit mit

Im Jahr 2011 begann unser RRI-Projekt (Running-Related Injury – Laufsport-bedingte Verletzungen mit der Ausrichtung auf Läufer aller Niveaus, welche an einem Langstreckenlauf telnehmen wollten (10km, 10 Meilen, Halbmaraton oder Marathon). Diese Studie zielte auf die Ermittlung der Risikofaktoren für Verletzungen unter den Langstreckenläufern. Sehen Sie hier die Resultate der Saison 2011/2012

Im Jahr 2012 wurde die erste RRI-Intervention Studie gestartet. Die Absicht bestand darin, die Inzidenz der Laufsport-bedingten Verletzungen unter den Läufern in Abhängigkeit von der Schuhdämpfung zu bestimmen. Zugang zur wissenschaftlichen Publikation und den Resultaten hier: Influence of midsole hardness of standard cushioned shoes on running-related injury risk.

Im Jahr 2014 begann die RRI-Intervention 2 Studie. Sie soll den Effekt eines im Laufschuh integrierten Systems zur Pronations-Kontrolle auf das Verletzungsaufkommen untersuchen. Zugang zur wissenschaftlichen Publikation und den Resultaten hier: Injury risk in runners using standard or motion control shoes: a randomised controlled trial with participant and assessor blinding

- Vor Kurzem, im September 2014, wurde nun die dritte Studie ins Leben gerufen (RRI-Intervention 3). Ziel dieser Studie ist die Analyse des Effektes der Laufschuh-Sprengung (des Höhenunterschiedes von der Ferse zum Vorfuss) auf die Verletzungsinzidenz. Zugang zum Newsletter und den Resultaten hier: Newsletter Juni 2015 (Wissenschaftliche Publikation in Arbeit). 

Im Jahr 2007 wurde unser Team durch das Département ministériel des Sports dazu aufgefordert, ein Konzept zur Prävention von Sportverletzungen für junge Sportler in Luxemburg zu entwickeln. Um diese Forderung zu erfüllen, wurde ein anwendungsbezogenes Forschungsprojekt in Kooperation mit dem Sportlycée implementiert. Der wichtigste Aspekt des Prävention-Konzeptes ist es, für eine dauerhafte Überwachung von Sportverletzungen zu sorgen. Und um das Risiko zu quantifizieren und alle beteiligten Akteure in diesem Bereich zu sensibilisieren. Letztere können den Risikoindikatoren eines jeden Athleten folgen und Empfehlungen erhalten, um etwaige Prävention-Initiativen zu ergreifen.

Nach 3 Jahren ist das Ergebnis positiv

Nach mehreren Jahren der Nachbereitung erwies sich das Projekt als sehr lohnenswert. Die wichtigste Schlussfolgerung der Auswertung der diesjährigen Ergebnisse ist, dass die Anzahl der Sportverletzungen der jungen Athleten auf dem Sportlycée im Vergleich zu den Vorjahren deutlich reduziert wurde. Diese Tendenz wird durch die Abnahme des Anteils an verletzten Athleten, der Verletzungsfrequenz und der Verletzungsinzidenz bestätigt. Verschiedene Beobachtungen deuten auf eine positive Veränderung im allgemeinen Kontext hin: Im Vergleich zum Vorjahr fanden wir eine Verringerung von wiederkehrenden, überlastungsbedingten und “intrinsischen” Verletzungen im Zusammenhang mit dem Verhalten der Athleten heraus.

Dieses Projekt, das zur Entwicklung der Software TIPPS führte, wird nun auf andere junge Sportler in Luxemburg ausgeweitet – Dank der finanziellen Unterstützung des COSL (Comité Olympique et Sportif Luxembourgeois) und der Olympischen Solidarität des Internationalen Olympischen Komitees.

Siehe Ergebnisse der Saison 2010/11 Nachbereitung.

 Dank der Unterstützung des Département ministériel des Sports hat das Forschungslabor für Sportmedizin des CRP-Santé ein Programm zur Überwachung von Verletzungen bei jungen Sportlern/innen aus Luxemburg entwickelt. Seit einigen Jahren nun lag das Hauptaugenmerk auf den Schülern/innen des Sportlycée, und die Einwirkung auf die beteiligten Akteure scheint Früchte getragen zu haben. Das wichtigste Ergebnis der Saison – Auswertung 2010/11, ist die zurückgegangene Zahl der Sportverletzungen bei jungen Athleten des Sportlycée in den letzten Jahren. Dies wird durch mehrere Indikatoren deutlich:

1. Der Anteil der verletzten Athleten ist auf 67% (gegenüber 73% und 74% in 2009 und 2010, jeweils) gesunken.

2. Die Häufigkeit der Verletzungen ging auf 1,3 Verletzungen pro Teilnehmer zurück (gegenüber 1,7 und 1,9 in den beiden Vorjahren)

3. Allgemeine Verletzungsinzidenz sank von 3,7 in 2009 und 4,5 in 2010 bis auf 2,8 Verletzungen/1000 Praxisstunden in diesem Jahr.

Darüber hinaus deuten mehrere Ergebnisse eine positive Veränderung im allgemeinen Kontext an. Im Vergleich zum Vorjahr beobachteten wir eine günstige Verringerung von wiederkehrenden Verletzungen von 26,5% auf 10,9% aller registrierten Traumata. Diese Beobachtung könnte den personalisierten Rehabilitationsmaβnahmen zugeschrieben werden, welche durch die Physiotherapeuten an verletzten Athleten vor der vollständigen Rückkehr in die Sportpraxis vorgenommen wurden. Es gab auch eine Abnahme der Verletzungen durch progressive Überbelastung in Bezug auf den Anteil aller registrierten Verletzungen, nämlich von 28,7% auf 21,9%, und in Bezug auf die Verletzungs-Inzidenz von 3,9 auf 2,0 Verletzungen/1000 Stunden. Auch hier scheinen die entscheidende Arbeit der Physiotherapeuten sowie die durch den Sportlycée vorgeschlagen allgemeinen Bewegungs- und Körpertraining Module (PPG / PMG) einen positiven Einfluss zu haben. Diese Faktoren können auch die Reduzierung der intrinsischen Verletzungen im Vergleich zu den Vorjahren erklären. In 16% der Fälle entscheidet weiterhin der verletzte Sportler über die Teilnahme am Wettbewerb, aber auch diese Zahl ist niedriger als die 32% des letzten Jahres. Diese günstige Entwicklung kann als Resultat von einem gewachsenem Bewusstsein über die Problematik der Sportverletzungen seitens der Athleten, ihrer Trainer und anderer beteiligten Akteure angesehen werden.

Einige Aspekte verdienen weitere Aufmerksamkeit für künftige Initiativen zur Prävention von Sportverletzungen. Mannschaftssportarten vertreten weiterhin die Kategorie mit dem größten Verletzungsrisiko. Hierbei weisen sie eine höhere Verletzungsinzidenz sowie ein 2 bis 3 mal höheres relatives Verletzungsrisiko im Vergleich zu anderen Sportkategorien auf. Gerade im ersten Trimester haben sie eine besonders hohe Unfallquote – eine Eigenschaft, die kaum in anderen Sportarten bemerkt werden kann. Der Schweregrad und die Art der Verletzung haben sich dagegen nur wenig im Vergleich zu früheren Jahren verändert. 75% aller Verletzungen betreffen die unteren Extremitäten, die Lumbal- und Beckenregion. Diese sind leicht auf dem Vormarsch und sollten der Schwerpunkt für die Präventionsübungen bleiben, vor allem bei Mannschaftssportarten im ersten Trimester.

www.sport-sante.lu 

Zahlreiche Studien haben die positiven Auswirkungen regelmäßiger körperlicher Bewegung zur Behandlung einer Reihe von Krankheiten (Krebs, Depressionen, neurologische Krankheiten, Herz- und Lungenerkrankungen, Stoffwechselstörungen sowie Muskel-, Knochen- und Gelenkserkrankungen) nachgewiesen. Seit 2013 zeigt die „Œuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte“ ihr Interesse an diesem wichtigen Thema und hat daraufhin das Sports Medicine Research Laboratory des Luxembourg Institute of Health (LIH) beauftragt das Projekt „Sport-Santé“ durchzuführen.

Unsere Zielsetzungen

Das Projekt „Sport-Santé“ bezweckt die Förderung in Luxemburg der körperlichen Bewegung als Therapiebestandteil und Maßnahme zum Erhalt der Gesundheit nach Krankheit oder Unfall. Dieses Projekt, das von „Œuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte“ unterstützt wird, hat drei Hauptziele: die Zunahme der Teilnehmerzahl in bestehenden Angeboten für therapeutische sportliche Sportaktivitäten, die Erhöhung des Angebots an therapeutische Sportaktivitäten und die Aufrechterhaltung dieses Angebots.

Unsere Initiativen

Die Ziele des Projekts „Sport-Santé“ werden durch verschiedene Initiativen verfolgt:

➝ die Einführung einer nationalen Sensibilisierungskampagne (Schaffung eines Internet-Portals, Organisation von Informationsseminaren, Verteilung von Flyern, etc.)
➝ Verteidigung der Interessen und logistische Unterstützung für die derzeitigen Behandlungsgruppen
➝ Unterstützung bei der Entwicklung des Angebots an therapeutischen Sportaktivitäten im Land.

Der Erfolg des Projekts „Sport-Santé“ ist abhängig von der Einbeziehung aller Stakeholder: Patienten, Betreuer, Angehörige des Gesundheitswesens und Behörden. Diese Mobilisierung muss langfristig aufrechterhalten werden, einerseits um innovative praktische Lösungen zu entwickeln und andererseits um dem Projekt Nachhaltigkeit zu verleihen.

www.cardiac-event-sport.lu 

Das Ausüben von sportlichen Aktivitäten hat wie der römische Gott Janus zwei Gesichter. Auf der einen Seite fördert regelmäßige körperliche Aktivität die Gesundheit und reduziert die kardiovaskulären Risikofaktoren. Andererseits ist die Gefahr einer Herzinsuffizienz während und unmittelbar nach dem Sport erhöht. Diese sportbezogenen kardialen Ereignisse betreffen dabei unerfahrene wie durchtrainierte Athleten gleichermaßen und ohne jegliche bekannte Herz-Vorerkrankungen.

Sportbezogener plötzlicher Herztod kommt in der allgemeinen Bevölkerung häufiger vor als angenommen. Allerdings tritt dieser oft in vorhersehbaren Momentan auf, was dazu führt, dass schnelle Interventionen und somit erhöhte Überlebensraten möglich sind.

Im Bewusstsein des derzeitigen Mangels an systematischen Informationen zu sportbezogenen kardialen Ereignissen in Luxemburg trat die SRMCV an das sportmedizinische Forschungslabor des LIH heran, um das vorliegende Projekt zu realisieren. Das allgemeine Ziel ist es, die Anzahl von sportbezogenen kardialen Ereignissen in Luxemburg festzustellen sowie geeignete Strategien zur Risikominderung zu empfehlen.

Wenn Sie Zeuge oder Opfer eines SCE-Falles während oder unmittelbar nach einer sportlichen Aktivität wurden, bitten wir Sie diesen kurzen Fragebogen auszufüllen und beim Aufbau der luxemburgischen Datenbank zu helfen.